| Myth Gold Award am 1. März 2006 - ID AGD23 |
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| Giverny Valérie Lutz |
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Salve Giverny,
viel Zeit habe ich mir nun für Deine Seiten genommen und viele Eindrücke gewonnen bei denen ich hoffe, sie auch in Worten wiedergeben zu können.
Im Labyrinth angekommen traf ich auch schon auf Deine bemerkenswerte Diplomarbeit, das Thema "Sexuelle Gewalt" das hier so sorg- und vielfältig bearbeitet und präsentiert wird, ließ mich annehmen, dass es mir psychisch nicht besonders leicht fallen wird mich durch diese Zeilen zu lesen.
Bereits nach den ersten Auszügen überkam mich auch schon Verärgerung und Melancholie. Um so weiter ich gelesen habe umso klarer wurde mir dass diese Arbeit mit so viel nicht endend wollenden erschreckenden Informationen kein Ende nimmt und viel zu selten es etwas zu lesen gab das diesbezüglich am Wandel der letzten Jahrhunderte erfreulich war. Hier enttäuscht einen der Mensch von Anfang bis Ende, sowohl der Gesetzeshüter als auch der Verbrecher.
Besonders der Punkt vor Gericht "wann findet Missbrauch wirklich statt - erst nach dem man sich erfolglos dagegen gewehrt hat" ist bekanntlich sehr umstritten und ich kann ebenfalls absolut nicht verstehen warum er das ist, da ich mich Deinen Worten nur anschließen kann. Jede Abwehr ist potentielle Provokation. Warum das nur so schwer verständlich ist.
Bald habe ich beschlossen mir das gesamte Labyrinth auszudrucken um es mir in Ruhe durchlesen zu können. Noch mal schnell die Page überflogen, suchend nach mehr niedergeschriebenem und fündig geworden in der Lyrichalle gab ich gleich den nächsten Druckauftrag für Deine eigenen Schriftstücke ein.
Als ich das Bündel an Papier mit 56 Seiten erst mal in der Hand hielt, dachte ich mir "verzichtest du mal auf Metal Hammer und sonstige Zu-Bettgeh-Zeitschriften, Magazine und gehst die nächsten Nächte mit AnGo-Media zu Bett". Wenige Stunden später nach diesem Gedanken, kam ich bei der Ausgangsseite mit den Druckinformationen an und kam mir vor als hätte mir jemand die Zeit gestohlen und sie versteckt.
Verärgert über die antiken Griechen, Römer, den Herrn Freud und zu tiefst enttäuscht über so eine Existenz wie die NAMBLA versuchte ich von dem Thema und den erdrückenden Emotionen wieder runterzukommen und las mich langsam in die "wissenswerte Kunde".
Grausames Mittelalter, da frage ich mich bei den Foltermethoden bei denen nach göttlichen Zeichen gesucht wurde, was mit dem/der Angeklagten geschah wenn auf den Wunden eine Art Drudenfuss oder umgekehrtes Kreuz zu erkennen war. Obwohl der Drudenfuss galt ja nicht immer als böses Zeichen. Dennoch würde mich hier interessieren ob diese "göttlichen bzw. ungöttlichen Zeichen" - neben der Korruption - sich auch auf das Ausmaß der Verurteilung ausgewirkt haben oder hing die Schuld/Unschlund letztlich immer von den Bestechungsgeldern ab? Obwohl das konnte sich auch nicht jeder leisten. Über was man nicht alles nachdenken kann... *s*
Allgemein sind die Texte des wissenswerten Bereiches sorgfältig ausgewählt und - wie Du schon im Inhaltsverzeichnis schreibst - lesenswert, besonders angetan hat es mir hierbei aber "Veganismus".
Ich glaube Dir gerne das für Dich diese Lebensweise nicht mehr Umstände bringt im Alltag als die eines NichtVeganen, denn es ist Gewohnheitssache und doch finde ich es bewunderswert.
Wirklich zum (Wieder)Nachdenken einer Umkrempelung meines jetzigen Tierproduktkonsument-Daseins - das mir schon lange immer weniger Freude bereitet - hat mich "Mord und Folter" gebracht. Was ich hier noch über das Leben der Tiere und das was sich letztlich auf meinem Teller befindet erfahren habe, sollte mir nur ein erneutes schlechtes Gewissen bei Appetit auf Fleisch und Ei geben. Es ist grauenvoll und wie Du schon erwähnt hast, sollte allein der Aspekt dass das menschliche Gebiss ein Pflanzenfressergebiss ist zu denken geben. Dieser Bereich hat einen starken Eindruck bei mir hinterlassen, so habe ich bei dem Gedanken auf Tierprodukte zu verzichten eben nicht dem schweren Verzicht in die Augen gesehen sondern dem wirklichen Ekel welche zu essen.
Umgeblättert beziehungsweise weiter geschwebt in die Lyrichalle ließ ich es mir nicht nehmen Deinen Roman über Liebe und Drogen zu lesen. In dieser Geschichte steckt so viel Feingefühl so das jede beschriebene Bewegung von Jude auf Anhieb ein klares Bild verschafft das keine Fragen offen lässt. Ich erwähne Jude, weil mir sein Charakter am besten gefallen hat. Besonders gelungen finde ich aber die Sicht auf das Umfeld aus Jareths Augen während seines Rausches. Besser gesagt die Beschreibungen seiner schwachen Wahrnehmung, ich konnte mich in seine Lage hineinversetzen und mitempfinden das die Welt langsam war, Dinge geschehen die erst mal nicht nachvollziehbar scheinen. Sehr viel Dramatik hatte für mich die kurze Szene als Jude bei Jareths Überlebenskampf erstarrte und vorallem Judes Antwort auf Jareths "Du bist zurückgekommen...". Hach kitschig, aber einfach passend und schön. :o)
Nun weiter gereist, diesmal ein paar Hallen höher zur Gallery die ich mir extra für den Schluss aufgehoben habe als Abrundung dieser Reise. So versank ich kurzweilig in meinen Sessel und klickte mich durch diese - an so schönen Orten und Momenten - reiche Galerie und gab ab und an mal bei besonders schönen Bildern meinen Senf in Form eines Votes dazu.
Liebe Giverny,
ich war und bin es immernoch zu tiefst beeindruckt von Deinen Themen die mich sehr mitgenommen haben, von Deiner Schreibkunst und von dem wunderschönen Design das mir wirklich das Gefühl geben konnte ich gleite in ruhigen, stolzen gotischen Hallen.
Darum bereitet es mir eine grosse Freude Dir mit meinen besten Glückwünschen den Myth Gold Award mit Deiner persönlichen ID AGD23 zu verleihen.
Mit diesem Award möchte ich nicht nur Deine herausragende Webpräsenz auszeichnen sondern Dir auch ein Symbol schenken das meine Anerkennung wiederspiegelt für Dein bewunderswertes Engagement in Deinem Beruf und all das was Du bis jetzt in Deinem Leben erreicht hast. Denn es ist sehr viel und verdient sehr viel Respekt.
Ich wünsche Dir alles Liebe auf Deinem Weg und bleibe so wie Du bist. :)
Drunken Soul
Jelena